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Die 7 häufigsten Fehler in Marketplace-Auszahlungen

Von falschen Provisionssätzen bis zu Phantomeinbehalten: Das sind die Fehler, die wir in Abrechnungen am häufigsten antreffen — und wie Sie sie erkennen.

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1. Fehlende Auszahlungen

Der einfachste und teuerste Fehler: Eine Bestellung wurde geliefert, erscheint aber in keiner Abrechnung. Dies passiert vor allem rund um Retourfenster (der Marketplace 'wartet' und vergisst danach auszuzahlen) und bei Bestellungen, die zwischen zwei Abrechnungsperioden fallen. Ohne Bestellprüfung ist dieser Fehler unsichtbar: Der Gesamtbetrag der Abrechnung stimmt mit der Spezifikation überein — eine Bestellung fehlt einfach.

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2. Falscher Provisionssatz

Sie haben 12 % vereinbart, aber 15 % werden einbehalten. Oder der Prozentsatz stimmt im Januar und weicht ab Februar nach einer 'Kategorie-Neuklassifizierung' ab, über die Sie nie informiert wurden. Pro Bestellung geht es um Cent oder Euro; über Tausende von Bestellungen um ernsthafte Beträge.

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3. Doppelt verrechnete Retouren

Ein Kunde gibt zurück. Der Marketplace behält den Bestellbetrag bei der nächsten Auszahlung ein — und verarbeitet die Retoure noch einmal als separate Gutschriftszeile in einer späteren Abrechnung. Sie zahlen die Retoure zweimal zurück.

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4. Provision auf Retouren

Bei einer Retoure sollte die Provision zurückerstattet werden. Regelmäßig wird der Verkaufsbetrag zurückgebucht, aber die Provision bleibt bestehen — Sie zahlen dann Vermittlungsgebühren für einen Verkauf, der nicht zustande gekommen ist.

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5. Ungerechtfertigte oder unangekündigte Gebühren

Versandkostenkorrekturen, 'Service Fees', Kampagnenbeiträge, die Sie nie aktiviert haben, Bußgelder für verspätete Lieferung, obwohl Track & Trace das Gegenteil beweist. Gebühren sind das Sammelsurium der Abrechnung: Ohne Abgleich mit einer Liste zulässiger Kostenarten schlüpft hier vieles durch.

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6. MwSt.-Fehler in der Provisionsberechnung

Wird die Provision auf den Betrag inklusive oder exklusive MwSt. berechnet? Marketplaces sind hier selbst nicht konsistent. Eine Provision, die stillschweigend auf den Betrag inklusive MwSt. erhoben wird, ist effektiv 21 % höher als vereinbart.

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7. Verspätete Auszahlungen

Vereinbart ist eine Auszahlung innerhalb von 14 Tagen; in der Praxis werden es 30 oder 45. Das ist kein verlorener Euro, aber verlorener Cashflow — und oft eine vertragliche Vereinbarung, an die Sie den Marketplace halten können.

  • Prüfen Sie Abrechnungen immer auf Bestellungsebene, niemals nur den Gesamtbetrag.
  • Halten Sie Ihre Vertragsvereinbarungen (Provision, Frist, zulässige Gebühren) als prüfbare Regeln fest.
  • Bewahren Sie Nachweise auf: Exportdateien, Track & Trace, Retourbestätigungen.

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